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Enablement · 23. Juli 2025

Grassroots Power macht Kolleg:innen schlauer: die KI-Pioniere der Deutschen Telekom

Wie eine Grassroots-Bewegung KI-Wissen direkt ins Herz jedes Fachbereichs trägt - eine Blaupause für AI Enablement aus eigener Kraft.

Wer meinem Feed hier auf LinkedIn ein wenig folgt, weiß, dass ich mich mit einer Hand voll Kolleg:innen vor etwas mehr als einem halben Jahr aufgemacht habe, KI-Wissen innerhalb der Deutschen Telekom genau dort hin zu bringen, wo es gebraucht wird: direkt ins Herz eines jeden Fachbereichs. Die Initiative startete innerhalb des Bereichs Serviceentwicklung und Innovation mit der wohlwollenden Unterstützung des SVP für “Operational Excellence & Innovation” Peter Meier van Esch. Schon bald konnten wir dank einer engen und unterstützenden Zusammenarbeit mit unseren Sozialpartnern über den Konzern Betriebsrat die Zulassung unserer Grassroots-Bewegung für den gesamten Konzern sichern. Zeitgleich konnten wir die Telekom-interne “Academy” von Sales & Service für unser Vorhaben gewinnen, wo sich ebenfalls eine Vielzahl motivierter und (das ist hier besonders wichtig) intrinsisch motivierter Kolleg:innen fand, die uns seitdem tatkräftig unterstützen. In der nächsten Saison wird die Akademie sogar exklusive Trainings für unsere zweite Gruppe von neuen “KI-Pionier-Leads” anbieten - das sind ehemalige KI-Pioniere, die sich ihren Platz als Trainer:innen bereits verdient haben und jetzt selbst neue Mitglieder einführen und in Sachen “KI” trainieren können. Der Kreis schließt sich.

6 Monate nach Launch haben wir knapp 1000 Kolleg:innen als KI-Pioniere im ersten Level bereits geschult und es werden täglich mehr. Inklusive Zertifizierung. Und während Deutschland allgemein in der internationalen KI-Diskussion eher als Nachzügler wahrgenommen wird, entwickelt sich in der Bonner Zentrale derweil eine bemerkenswerte Bewegung: es scheint angesagt zu sein, als KI-Pionier der Deutschen Telekom die Kolleg:innen in die Zukunft begleiten zu dürfen. Die KI-Pioniere zeigen uns dabei, wie die KI-Wende vielleicht ja auch in Deutschland generell ja doch noch gelingen könnte: Srini Gopalan wollte die Deutsche Telekom schließlich schon immer als digitales Vorbild für Deutschland verstanden wissen. Mitarbeitende unseres Unternehmens tragen Verantwortung für einen besonnenen Umgang mit der Zukunft dieses Landes und seiner Menschen. Und in einer Zeit, in der Unternehmen weltweit um KI-Talente kämpfen und Europa seine digitale Souveränität wieder finden und stärken muss, scheinen wir mit den KI-Pionieren einen besonders vielversprechenden Ansatz gefunden zu haben. Dass so mancher dem Projekt zu Anfang entgegen hielt, es sei doch “arg ambitioniert”, kann man niemandem krumm nehmen. Ich war dagegen überzeugt, dass wir hier auf den Mars zielen mussten, um letzten Endes auf dem Mond zu landen. Oder wie es Hermann Hesse einmal so treffend formulierte:

“Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.”

Die Telekom beweist dies eindrucksvoll durch ihre systematische Herangehensweise an die KI-Transformation - und da sind die KI-Pioniere neben dem “AICC” (das “Artificial Intelligence Center” der Deutschen Telekom), der “AI Community”, der “KI Gilde” und den vielen KI-zentrierten Initiativen des Unternehmens nur eines von vielen Puzzelstückchen einer gesamten KI-Transformationsstrategie. Beeindruckend, was Leidenschaft für ein Thema und der Glaube daran, die Zukunft durch eigenes Handeln ein Stückchen lebenswerter gestalten zu können, bewegen kann.

Von innen heraus: Das KI-Pionier-Programm als Blaupause

Mit den KI-Pionieren zielen wir auf “AI Enablement @ Deutsche Telekom” - ein Ansatz, der ja eventuell auch als Vorbild für andere Bereiche der deutschen Wirtschaft Anwendung finden könnte. Statt externe Berater zu engagieren oder teure KI-Experten abzuwerben, setzten wir auf die Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter. Max Wunderlich, einer der KI-Pioniere der ersten Stunde, beschreibt das Programm als “exklusive Schulungen über die neuesten KI-Technologien”, die es ermöglichen, “in den Abteilungen gezielt zu schauen, wie und wo KI eingesetzt werden kann”.

Die Herangehensweise mischt das Beste aus beiden Welten: Die KI-Pioniere kennen die internen Prozesse, verstehen die Herausforderungen aus erster Hand und können maßgeschneiderte Lösungen für ihren Fachbereich spezifisch entwickeln. Gleichzeitig werden sie zu KI-KnowHow-Multiplikatoren, die ihr Wissen in die gesamte Organisation tragen. Das Programm zeigt, wie systematische Weiterbildung, KI-Ethik, Compliance und letztlich die praktische Anwendung von KI in der Entwicklung realitätsnaher Use-Case-Szenarien Hand in Hand gehen können. Und dass man dabei auch jede Menge Interaktion und Spaß haben kann, ist ja ansonsten nicht gerade “Top of Mind”, wenn man an Unternehmensfortbildungen denkt.

Der Erfolg dieses Ansatzes zeigt sich in konkreten Ergebnissen: in Brainstorming-Sessions, World Cafés und Innovation Speed Datings entstehen erste KI-Anwendungskonzepte, die direkt aus den Bedürfnissen der tatsächlichen Praxis heraus entwickelt werden. Dies unterscheidet sich fundamental von vielen anderen Unternehmen, die KI als isolierte Technologie betrachten, für die dann Use Cases gesucht werden, anstatt sie als integralen Bestandteil ihrer Geschäftsprozesse zu verstehen. Wichtig ist es hier immer wieder, vom Nutzerproblem auszugehen und nicht von einer Technologie, für die man Anwendungsszenarien (schlimmstenfalls) erfindet.

Ethik und Nachhaltigkeit: Die grüne KI-Vision

Ein weiterer Aspekt, der die Telekom als Vorbild auszeichnet, ist ihr ganzheitlicher Ansatz zur KI-Entwicklung. Bereits 2018 gehörte die Telekom zu den ersten Unternehmen weltweit, die ethische Leitlinien für den Umgang mit KI einführten. Nun folgten auch die Grundsätze für “grüne Künstliche Intelligenz”, um einen nachhaltigen Ansatz zu fördern.

Claudia Nemat, Vorstandsmitglied der Telekom, betont dabei konsequent:

“Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen.”

Diese Philosophie spiegelt sich in praktischen Initiativen wie dem “AI-Tool-Radar” und den “Green Software Engineering”-Projekten wider. Eine besondere Innovation ist die “Green Coding”-Lösung, die Entwicklern hilft, den Energieverbrauch ihrer Algorithmen zu verstehen und ressourcenschonende Alternativen zu entwickeln. Der auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Ansatz befasst sich mit einer der drängendsten Herausforderungen der KI-Entwicklung: dem enormen Energieverbrauch beim Training und Betrieb großer Modelle. Indem sie Umweltaspekte zu einem Kernbestandteil ihrer KI-Strategie macht, setzt die Telekom ein Beispiel dafür, wie deutsche Unternehmen bei der verantwortungsvollen KI-Entwicklung vorangehen können.

Strategische Partnerschaften: Die Nvidia-Allianz als Gamechanger

Die jüngste Ankündigung einer strategischen Partnerschaft zwischen der Deutschen Telekom und Nvidia markiert einen Wendepunkt für die deutsche KI-Landschaft. Gemeinsam soll hier bis 2026 die weltweit erste industrielle KI-Cloud für europäische Hersteller auf deutschem Boden aufgebaut werden. Diese Initiative geht weit über eine normale Geschäftspartnerschaft hinaus, da sie darauf abzielt, Deutschland eine führende Position im globalen KI-Wettbewerb zu verschaffen. Natürlich muss hier auch kritisch hinterfragt werden dürfen, warum man dafür eines US-Anbieters bedarf. Natürlich ist NVIDIA der De-facto-Platzhirsch unter KI-Hardware, nur hätte man nicht hier auch ein Zeichen für das Vertrauen in eine europäische Lösung setzen können?

Timotheus Höttges, CEO der Deutschen Telekom, bringt die Dringlichkeit jedenfalls deutlich auf den Punkt:

“Europas technologische Zukunft braucht einen Sprint, keinen Spaziergang.”

Die Telekom will mindestens 10.000 GPU-Recheneinheiten von Nvidia in bestehende Rechenzentren integrieren. Dies soll nicht nur die Grundlage für KI-Gigafactories schaffen, sondern auch den deutschen Industriestandort durch schnelle KI-Umsetzung voranbringen.

Jensen Huang, CEO von Nvidia, fasst die Vision zusammen:

“Im Zeitalter der KI braucht jeder Hersteller zwei Fabriken: eine zum Herstellen von Dingen und eine zum Erschaffen der Intelligenz, die diese antreibt.”

Diese Partnerschaft zeigt, wie deutsche Unternehmen durch strategische Allianzen internationale Technologieführerschaft erlangen können.

Schon gewusst?

Die Telekom hat bereits 2018 als eines der ersten Unternehmen weltweit einen Rahmen für den ethischen Einsatz von KI definiert - drei Jahre bevor die EU ihre ersten KI-Regulierungsvorschläge vorlegte!

Tipps und Tricks

  • Interne Talente entwickeln: Statt teure externe KI-Experten zu rekrutieren, investiere in die Weiterbildung Deiner eigenen Mitarbeiter. Die KI-Pioniere der Deutschen Telekom könnten ein erster Schritt sein.
  • Ethik von Anfang an mitdenken: Entwickle KI-Leitlinien früh im Prozess, nicht erst wenn Probleme auftreten.
  • Nachhaltigkeit mitdenken: Integriere Energieeffizienz als festen Bestandteil Deiner KI-Strategie.
  • Strategische Partnerschaften: Suche Dir starke internationale Partner, um Technologielücken zu schließen, die Du aus eigener Kraft nicht bewältigen kannst.
  • Praktische Anwendung: Fokussiere auf konkrete Geschäftsprobleme statt auf theoretische KI-Möglichkeiten. Fange früh an, Dinge auszuprobieren, zu testen, zu verwerfen und neu aufzubauen.

Die KI-Pioniere der Deutschen Telekom zeigen eindrucksvoll, dass die deutsche KI-Wende nicht nur möglich, sondern bereits in vollem Gange ist. Ihr systematischer Ansatz aus interner Talententwicklung, ethischen Grundsätzen und strategischen Partnerschaften könnte eventuell auch als Modell für weitere Bereiche der deutschen Wirtschaft fungieren. Wie Albert Einstein sagte:

“Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.”

Die Telekom-Pioniere beweisen täglich, dass deutsche Unternehmen die Phantasie und das KnowHow haben, um die Zukunft mit KI erfolgreich anpacken und vor allem auch formen zu können.

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